Chronik
Eine kurze Abhandlung zur Geschichte des Ortes
Erstmalige Erwähnung fand Drößnitz im Jahre 1350 als »Drosserwicz«, was auf slawischen Ur‑
sprung schließen lässt. In den folgenden sechs Jahrhunderten sollte der Name noch ein paar Mal
wechseln; bis zum heutigen »Drößnitz«.
Der Ort ist bäuerlich geprägt. Große Gehöfte und ein Gut zeugen davon. Bis Anfang der 1990er
Jahre arbeiteten viele Einwohner in den LPGen.
Im Ort befindet sich eine Kirche. Diese wird seit 1613 vollständig genutzt, da das unterhalb von
Drößnitz gelegene ehemalige Kloster Pfarrkesslar, die »Alte Pfarre«, nach der Reformation aufge‑
löst wurde und nur noch als Pfarrwohnung diente. Laut der »Holzlandsagen« soll der legendäre
Räuberhauptmann Käsebier hier, aufgrund der freundlichen Bewirtung, von einem Überfall auf
das Kloster abgesehen haben. Er ließ seine Leute abziehen.
Von 1578 bis 1986 befand sich auch eine Schule im Ort. Im Jahre 1702 wurde ein neues Schul‑
haus gebaut. Dadurch entwickelte sich Drößnitz zu dem zentralen Dorf für die Nachbargemeinden
Keßlar, Lotschen, Kottenhain und Wittersroda. Seit der Auflösung der Schule 1986 besuchen die
Kinder die Schulen in Milda und Blankenhain.
Seine Eigenständigkeit verlor Drößnitz 1994. Seitdem gehört der Ort zur Einheitsgemeinde der
Stadt Blankenhain.
Im Jahr 2000 feierte Drößnitz sein 650jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wurde eine ganze Wo‑
che mit verschiedenen Veranstaltungen begangen. Es mündete in einem Großen historische Fest‑ umzug, der zeigte, welch wechselvolle Geschichte der Ort hat. Die Feierlichkeiten waren ein so Großer Erfolg, dass seitdem in jedem Jahr am zweiten Juli-Wochenende ein Dorffest gefeiert wird.





















